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Nichts ist wie es scheint oder zwei Supernova in einer Galaxie

Gut sah der Himmel am 28.10.26 nicht aus. In den frühen Abendstunden habe ich trotzdem das Teleskop in den Himmel gerichtet.  Das erste Ziel war die Galaxie NGC 7331 mit der Supernova SN2026aaiv, die ich schon seit einigen Wochen verfolgte.  Nach einigen Minuten gesellte sich der abnehmende Mond zu den Sternen am Himmel und die hochnebelartigen Wolkenfelder wurden noch besser sichtbar. Das war kein guter Abend für eindrucksvolle Aufnahmen des nächtlichen Himmels. Eine Belichtungsserie der Galaxie NGC 7331 wurde abgeschlossen. Die Supernova nah des Zentrums dieser Galaxie ist bereits auf dem absteigenden Ast und zeigte eine Helligkeit von 14,7mag. Im September erreichte sich noch eine Helligkeit von 12,6 mag. Sie ist um fast um 85% Lichtschwächer geworden.  In der Astrofotographie-Gruppe der VDS diskutierten einige Mitglieder über eine doppelte Supernova in der Galaxie UGC 242, die zurzeit zu sehen sind. Zwei Supernovae zeitgleich in einer Galaxie sind eher selten und deswegen dachte ich, es lohnt sich einen Blick darauf zu werden.  UGC 242 befindet sich im Sternbild Fische, ist 190 Millionen Lichtjahre entfernt und nur 14,3mag hell.  Das klingt nicht nach einem leichten Ziel. Die Supernovae sollen eine Helligkeit von 16,5 mag  bzw. 18 mag aufweisen. Letztere ist schon ganz schön schwach. Beide Supernovae werden als Typ II -Supernovae klassifiziert.  Dabei kollabieren Riesensterne und zünden die finale Kettenreaktion. Sie hinterlassen in der Regel einen Neutronenstern oder sogar ein Schwarzes Loch.  Ihre absolute Helligkeit liegt bei -18 mag , was der Milliardenfachen Leuchtkraft der Sonne entspricht. Das ist schon sehr viel.  Und gleich zwei Supernovae davon in einer Galaxis, das sollte die Bewohner dort wachrütteln.

Zwei Supernovae in einer Galaxie: UGC 242 SN2026yum und SN2026afgd im Sternbild Fische

Nun ja, die Geschichte ist ja bereits 190 Millionen Jahre her.  Für uns sind die beiden Supernovae zeitgleich zu sehen. Das bedeutet aber nicht, dass die Bewohner dieser Milchstraße unsere Ansicht teilen. Es ist sogar eher unwahrscheinlich, dass sich beide Supernovae wirklich zeitgleich ereigneten.    Wie kann das aber sein. Alles ist relativ?  Den Einstein kann man hier getrost draußen lassen.  Mit relativistischen Effekten hat das nichts zu tun.  Es ist durchaus möglich, dass die beiden Supernovae unterschiedlich weit von uns entfernt sind.  Eine Galaxie ist ein dreidimensionales Gebilde. Es reichen wenige Lichtwochen aus, um zwei getrennte Supernovae als gleichzeitiges Ereignis aussehen zu lassen. Für die Außerirdischen vor Ort gilt das auch. Nur wenn sie exakt mittig zwischen den beiden Supernovae liegen, würden sie den zeitlichen Verlauf richtig verfolgen können.  Die Lichtlaufzeit muss also berücksichtigt werden. Wir kennen die Abstände zu den Supernovae nicht genau genug, um mit Bestimmtheit zu sagen, welche der Supernovae die Ältere ist.

Der umgekehrte Fall wäre auch denkbar. Die bereits erwähnte Supernova NGC 7331SN2026aaiv zum Beispiel könnte tatsächlich gleichzeitig mit der Supernova NGC 7331SN2025rbs passiert sein.  Zwischen diesen Supernovae liegt gerade mal ein Jahr. Galaxien sind aber so riesige Objekte im Vergleich zu der Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt.  In NGC 7331 gibt es eine Gegend, in der beide Supernovae zeitgleich zu sehen sind. Wir hier, 40 Millionen Lichtjahre entfernt, bemerken einen zeitlichen Abstand von einem Jahr.

NGC 7331 SN2025rbs und SN2ß26aaiv  zeitgleich oder nicht… das ist die Frage

Im Weltall ist also nichts so, wie es scheint. Auch ohne relativistische Effekte ist die Bestimmung zeitlicher Abstände schwierig. Die Relativitätstheorie gilt natürlich trotzdem. In bewegten Systemen spielen die Zeitdilatation und die Lorenzkontraktion eine Mit-Rolle, die umso größer wird, je höher die Geschwindigkeiten zueinander sind.

Nochmal schnell die Daten der Supernovae in UGC 242 SN 2026yum wurde am 16. August 2026 entdeckt als Typ II -Supernova. Am 28.10.26 ist sie 17,8 mag hell. Ihre absolute Helligkeit wäre dann   -15,82 mag.

SN2026afgd ist am 17.Oktober 2026 entdeckt worden mit einer Helligkeit von ca. 16,3 mag.  Sie hat damit eine absolute Helligkeit von -17,32 mag, also typisch für eine Supernova des Typs II .  Wir wissen allerdings nicht, ob interstellare Materie in UGC 242 das Licht etwas abschwächt. Die Orte der beiden Supernovae liegen etwa 30000 Lichtjahre voneinander entfernt. Die Galaxie hat einen Durchmesser von 88 Bogensekunden, was eine Ausdehnung von 80000 Lichtjahren entspricht.

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Sternwartenprogramm November 2026: Sternhaufen in der Cassipeia

Hoch am Himmel findet man in diesen Nächten das Sternbild der äthiopischen Königen Kassiopeia, die zusammen mit ihrem Gatten König Cepheus und ihrer Tochter, die Andromeda die tägliche Runde um den Polarstern dreht. Das Sternbild Kassiopeia befindet sich im Band der Milchstraße und ist mit besonderem Sternreichtum gesegnet. Die hellsten Sterne zeichnen eine Figur, die einem „W“ ähnelt. Es finden sich sehr viele Sternhaufen in der Kassiopeia. Insgesamt sind 110 dieser Sternansammlungen bekannt, etwa 40 von ihnen können im Teleskop der Sternwarte gesehen werden.

Sternhaufen sind Ansammlungen von Sternen, die zumeist fast zeitgleich in einer Molekülwolke entstanden sind. Diese Eigenschaften machen Sternhaufen für die Forschung interessant, weil man dort Sterne unterschiedlicher Masse aber gleichen Alters untersuchen kann und somit wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung von Sternen gewinnt. Im Teleskop sind viele dieser Sternhaufen sehr schön. Der Sternhaufen NGC 7789 „Carolines Rose“ zum Beispiel erscheint als fast neblige Sternwolke mit unzähligen Sternen. Bis zu 15000 Sterne findet man dort. Die deutsch-britische Astronomin Caroline Herschel entdeckte ihn am 1. November 1783. Ganz anders sieht der Eulensternhaufen NGC 457 aus. Er enthält nur etwa 60 Sterne, die allerdings teils sehr hell sind. Die Form des Sternhaufens erinnert an eine sitzende Eule. Die beiden Augen sind die hellsten Sterne des Haufens. Wilhelm Herschel entdeckte den Haufen im August 1780. Ebenfalls sehr schön ist der Sternhaufen Messier 52, den Charles Messier im September 1774 fand. Etwa 600 Sterne kann man dort zählen. Auffällig hell ist ein gelblicher Stern, der etwas am Rande zu finden ist. Der Sternhaufen ist über 5000 Lichtjahre entfernt. Die Sternhaufen werden gerne bei den öffentlichen Beobachtungsabenden am 6. November und am 19.November ab 20:30 Uhr an der Josef Bresser-Sternwarte gezeigt. Die Beobachtungen finden nur an klaren Abenden statt

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Sternwartenprogramm im Oktober 2026: Der Saturn

Saturn im 16″SC-Teleskop der Sternwarte (G. Strauch)

Schon Galileo Galilei sah, dass der Planet Saturn etwas Besonderes ist. „Ich beobachtete den höchsten Planeten in dreigestaltiger Form“ schrieb er im Jahr 1610 nachdem er sich vorher mit dem Planeten Jupiter beschäftigt hatte. Der Saturn war zu seiner Zeit noch der entfernteste bekannte Planet. Der Uranus und der Neptun wurden viel später entdeckt. Der Niederländer Christiaan Huygens war es, der die Ringe des Saturns im Jahr 1655, richtig beschrieb. Mit besseren Teleskopen gelangen immer bessere Ausblicke auf den Planeten mit dem schönen Ringsystem. Heute kennt jedes Kind das Erscheinungsbild des Ringplaneten. Dennoch überrascht der Anblick im Okular des Teleskops die meisten Besucher der Sternwarte. Der Ring besteht aus vielen Staub- und Eisteilchen, die wohlmöglich die Überreste eines kleinen Mondes sind, der durch die Gezeitenkräfte des Saturns zerrissen wurde. Die Masse der Saturnringe ist 2000mal kleiner als die Masse des Erdmonds. Vermutlich ist er erst 300 bis 400 Millionen Jahre alt und durchaus ein vorrübergehendes Phänomen.  Aber er wird uns auch noch einige Millionen Jahre erhalten bleiben. Der Saturn ist in den nächsten Monaten gut am Abendhimmel im Sternbild Fische zu beobachten. Die Sternfreunde haben den Planeten sehr gerne in das Beobachtungsprogramm der Sternwarte aufgenommen. Die Sternwarte in Hoxfeld ist am Freitag 02.10.26 und Donnerstag am 22.10.26 ab 20:30 Uhr geöffnet.

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Supernova SN2026aaiv in NGC 7331

Am 1.September 2026 entdeckte das ATLAS-Programm, das ja eigentlich nach Asteroiden suchen soll die der Erde gefährlich werden könnten, eine Supernova in der Galaxie NGC 7331 im Sternbild Pegasus.  Die Supernova SN2026aaiv wurde als Supernova vom Typ Ia identifiziert. Hierbei handelt es sich um ein kataklysmisches System, bei dem ein Weißer Zwerg von seinem Begleitstern, vornehmlich ein Roter Riesenstern, soviel Materie absaugt, bis er die kritische Masse von 1,44 Sonnenmassen erreicht. Nun kommt es zu einer heftigen Nuklearreaktion, die den Weißen Zwerg zerreißen könnte. Mehrere Wochen ist die Explosion als „neuer“ Stern in der Heimatgalaxie zu sehen. Statistisch betrachtet kann man sagen, dass pro Jahrhundert 1 bis 3 Supernovae in einer Galaxie wie NGC 7331 zu erwarten sind.  Aber Statistik kann im Einzelfall auch irren. So war die Supernova SN 2025rbs ebenfalls eine Supernova vom Typ Ia in der Galaxie NGC 7331. (siehe dazu https://sternfreunde-borken.de/2025/07/20/supernova-in-ngc-7331-sn2025rbs/ )

Insgesamt sah man in den letzten 70 Jahren 5 Supernovae in der Galaxie NGC 7331.  NGC 7331 ist etwa 46 Millionen Lichtjahre entfernt.  Am 5. September war die Supernova 14 mag hell. Ich konnte sie im Dobson (10“) nicht erkennen. Die Kamera hatte erwartungsgemäß kein Problem, die helle Supernova aufzunehmen.

Supernova SN2026 aaiv Aufnahme 8″ /812mm Newton

Wenn sich die Supernova ähnlich entwickelt wie die SN 2025rbs, kann sich die Helligkeit noch im eine Mag steigern. Damit wäre sie im 10“ Dobson bestimmt sichtbar. Man darf gespannt die Entwicklung verfolgen.

In einer Wolkenlücke konnte ich mit dem 10″Dobson die Supernova nun leicht erkennen. Die Helligkeit würde ich auf 13 mag schätzen. Die wahre Leuchtkraft ist dann größer als 3 Milliarden Sonnen.

Abends gelang mit dann eine einstündige Belichtung, die den Helligkeitsanstieg um eine Größenklasse bestätigte.

Die Supernova NGC 7331 SN2026aaiv ist nun deutlich heller als 13 mag. Meine Messungen mit der Software ASTAP ergaben eine Helligkeit von 12,6 mag. Sie hat ihre Helligkeit seit ihrer Entdeckung bei 18mag am 01.09.26 um das 150fache gesteigert.

Insgesamt leuchtet die Supernova nun am 16.09.26 mit der Leuchtkraft von 1,6 Milliarden Sonnen. Sie liegt zur Zeit aber noch eine Größenklasse zur Supernova NGC 7331 SN 2025rbs zurück. Diese erreichte etwa 2 Wochen nach ihrer Entdeckung die größte Helligkeit. Die aktuelle Supernova ist aber schon etwa 3 Wochen alt. Einen Helligkeitsanstieg ist nicht mehr so wahrscheinlich. Aber warten wir es ab.

Heute konnte ich die Supernova mit 12,4 mag messen.

Bei hellem Mondschein konnte ich noch eine Aufnahme gewinnen. Die Messung mit der Software ASTAP lag bei 12,9 mag. Möglicherweise hat sie etwas an Helligkeit verloren.

Kurz nach Vollmond. Die Messung der Helligkeit der Supernova war wieder bei 12,6 mag.

Supernova SN2026aaiv ist schwächer geworden und bewegt sich bei 13,7mag

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Sternwartenprogramm September 2026 : Der Hantelnebel

Der Blick durch das Okular des Teleskops zeigt ein geisterhaftes Wölkchen, das wie ein durchsichtiges Kissen im Sternenmeer schwebt.  Einige Sternchen glitzern durch die gräuliche Nebelwolke. Besucher der Sternwarte erfahren, dass sie gerade den Hantelnebel im Sternbild Füchslein betrachten.

Charles Messier entdeckte den Hantelnebel und nahm ihn als Objekt Nummer 27 in seinem Nebelkatalog auf. “ Nebel ohne Stern, man kann ihn gut mit einem einfachen Refraktor von dreieinhalb Fuß sehen. Er erscheint in ovaler Form und enthält keinen Stern“ , so schrieb Messier am 12. Juli 1764

Er ist ein typischer Vertreter der als Planetarische Nebel bezeichneten Gruppe von Himmelsobjekten. Der Hantelnebel wurde 1764 vom französischen Astronom Charles Messier entdeckt und ist auch die Erstentdeckung dieser Nebelgruppe. Den Namen prägte aber der deutsch-britische Astronom Wilhelm Herschel, der sie wegen der Kompaktheit mit Planeten verglich. Physikalisch haben die Planetarischen Nebel aber nichts mit Planeten gemein. Sie entstehen, wenn sonnenähnliche Sterne am Ende ihrer Entwicklung instabil werden und in großen Ausbrüchen ihre äußere Gas- und Staubhülle abwerfen. Das Ende dieser Phase wird mit dem Kollaps des Sterns zu einem Weißen Zwerg eingeläutet, eine rund 50 km große, ultraheiße Kugel aus Sauerstoff, Helium und Kohlenstoff. Der weiße Zwerg sendet Röntgen- und UV-Strahlung aus und regt das umgebende Gas zum Leuchten an. Die Gas- und Staubwolke ist gespickt mit verschiedenen Elementen, die der Stern in seinem Dasein erbrütet hat. Und dieses Material verteilt sich nun im Weltall mit einer Geschwindigkeit von 25 km pro Sekunde und bildet vielleicht neue Planeten.

Messier 27 in hoher Vergrößerung. Im Zentrum des Nebels findet man den Weißen Zwerg, die ultraheiße Asche eines Sonnenähnlichen Sterns. Das leuchtende Gas dehnt sich mit 25 bis 30 km/s aus und verteilt sich im interstellaren Raum. Der Nebel wird mit der Zeit immer größer und blasser.

Der faszinierende Hantelnebel steht unter anderem auf der Beobachtungsliste der Sternfreunde und kann bei den öffentlichen Beobachtungsabenden an der Josef Bresser-Sternwarte in Hoxfeld am 4. September und am 17.September ab 21 Uhr gesehen werden.  Die Beobachtung kann aber nur bei klarem Himmel stattfinden.

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Ausbruch des Komet 220P/ McNaught

Aufnahme Modifizierte DSLR + 400 mm Teleobjektiv

Der Komet 220P/McNaught umläuft die Sonne in 5,51 Jahren und gehört der Jupiterfamilie an. Robert McNaught entdeckte den periodischen Kometen im Jahr 2004 mit dem australischen Siding Spring Observatorium. Im Juni 2026 wurde ein starker Helligkeitsausbruch beobachtet. Der Komet steigerte seine Helligkeit um etwa 9 Magnituden und erschien als Fernglasobjekt mit 8,2 mag.  Die Koma des Kometen wird immer größer, aber auch immer schwächer mit der Zeit. Im August konnte ich den Kometen mit dem Teleskop beobachten.  Anfang August war er im 10“ Dobson noch leicht zu finden und sah sehr eindrucksvoll aus. Mitte des Monats war der Komet noch zu sehen,  doch war seine Helligkeit schon stark verblasst. Die Kamera konnte aber die Koma und den langen Schweif noch wunderbar nachweisen.

Aufnahme des Kometen mit einem 8″ f/3,9 Newton

Nach dem Ausbruch lässt die Helligkeit des Kometen merklich nach.
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Impressionen von der Sofi am 12.08.26

Am 12.August fand in den Abendstunden eine bemerkenswerte Sonnenfinsternis statt . Der Totatlitätsstreifen überzog Island, den Atlantik und die iberische Halbinsel. In Borken war die Verfinsterung noch zu 88% zu beobachten. An der Sternwarte war deswegen der Andrang groß. Hier sind einige nette Impressionen von diesem schönen Sommerabend.

Etwas angefressen um 19:17 Uhr
Die Sonne im Auge , ob Teleskop oder mit Sofi-Brille
Um 19:59 Uhr
Die Technik funktioniert… Freude !!
Noch 2 Minuten ???
Warum teure Kameras, wenn das Telefon schon gute Bilder macht ?
Maximale Bedeckung um 20:07 Uhr
Camera Obscura im Haus Pröbsting
Nicht die Sonne im Blick ! Es gab auch die Venus zu sehen nach Sonnenuntergang
Viel zu tun für die Teleskope

Viele zufriedene Gesichter bei etwa 400 Besuchern der Sternwarte. Ich hoffe, dass viele den schönen Anblick der Sonne bei blauem Himmel und warmen Temperaturen genossen haben.

Einige Besucher blieben übrigens bis spät in die Nacht, um die Sternschnuppen der Perseiden zu gucken.

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Sternwartenprogramm August 2026

Der August verspricht den Sternfreunden besondere Erlebnisse. Er gilt als Sternschnuppenmonat schlechthin, weil die Meteore der Perseiden am Himmel zu sehen sind. Der Höhepunkt der Perseiden wird am 13.August in den Morgenstunden erwartet. Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde werden prognostiziert. Vorrausetzung ist allerdings eine mondlose, klare Nacht an einem dunklen Ort. Der Mond wird in diesem Jahr nicht stören. Dieser erfreut die Sternfreunde mit der Bedeckung der Sonne am 12.8.26. Wir können in Norddeutschland die partielle Phase einer Sonnenfinsternis verfolgen, bei der die Sonne fast zu 88 Prozent bedeckt wird. Vor 27 Jahren und einem Tag am 11.August 1999 fand in Süddeutschland eine totale Sonnenfinsternis statt. In Borken war der Bedeckungsgrad damals 93 Prozent. Wer in den Genuss einer totalen Sonnenfinsternis kommen möchte, der muss sich in den Süden begeben. Über Mallorca und Madrid können Reisende die verfinsterte Sonne erleben. Die Sonnenfinsternis beginnt um 19:16 Uhr. Die größte Bedeckung ist um 20:11 Uhr. Die Sonne wird dabei schon sehr tief am Westhimmel stehen.  Man benötigt für eine erfolgreiche Beobachtung neben gutem Wetter auch noch eine freie Sicht zum Westhorizont.  Zwei Wochen darauf, am 28.8.26 findet dann noch in den frühen Morgenstunden eine partielle Mondfinsternis statt. Der Mond wandert am 4:34 Uhr in den Schatten der Erde. Um 6:10 Uhr ist das Maximum der Finsternis zu erwarten.  Der Mond steht dann gerade noch 10 Grad über dem Horizont am Westhimmel. Der geneigte Beobachter ist deswegen gut beraten, einen Platz mit freiem Westhorizont zu suchen.  Neben den Beobachtungshighlights des Augusts bieten die Sternfreunde an zwei Abenden eine öffentliche Beobachtung an. Die Sternwarte ist am Freitag, den 7. August ab 22 Uhr geöffnet und am Mittwoch , den 12. August ab 19 Uhr geöffnet.

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Das Sternwartenprogramm Juni 2026: Weiße Nächte

Der Juni ist der Monat der weißen Nächte. Jenseits des Polarkreises geht die Sonne gar nicht mehr unter und auch in unseren Breiten schließt sich die Morgendämmerung direkt der Abenddämmerung an. Für die Sternfreunde gibt es nur kurze Nächte Dafür beginnt die Saison für ein anderes himmlisches Schauspiel. In den Juninächten stehen die Chancen gut Leuchtende Nachtwolken zu sichten.  Wie silbrige Schleier zieren sie in manchen Nächten den nördlichen Himmel. Mit dem Wettergeschehen haben die Wolken nichts zu tun. Sie entstehen in 80km Höhe fast im Weltraum. Dort kondensiert Wasser an kleinen Staubpartikeln, die durch Meteore oder durch Vulkanismus in diese Höhe gelangen können. Es wird auch vermutet, dass die zunehmenden Raumfahrtaktivitäten eine Rolle spielen. Die Sonne kann die Partikel noch lange nach Sonnenuntergang beleuchten und sie sind ein durchaus schönes Naturschauspiel. Die Raumfahrtaktivitäten der letzten Jahre macht sich in den Sommermonaten noch an anderer Stelle bemerkbar. Gerade wenn die Sonne nicht so tief unter den Horizont wandert, reflektieren die unzähligen Satelliten das Sonnenlicht. Gab es vor 5 Jahren noch 1600 Satelliten im Erdorbit, so ist die Zahl auf aktuell über 15000 gestiegen.  Ein großer Anteil sind Telekommunikationssatelliten wie das Starlink-System. Experten schätzen, dass die Satelliten Zahl in den nächsten fünf Jahren die Hundertausendmarke überschreiten wird. Mit unschönen Folgen für den Anblick des Sternenhimmels und für die Atmosphäre der Erde.

Wegen der hellen Nächte bieten die Sternfreunde im Juni und Juli nur zwei Termine für die öffentliche Beobachtung an. So ist die Sternwarte in Hoxfeld am 5.Juni und am 3.Juli 2026 ab 22:30 Uhr geöffnet.

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Europas Schatten auf Jupiter

Am 1.Mai wanderte der Schatten von Ganymed in der Nähe vom GRF über Jupiter. Für den Fernrohrbesitzer sind solche Schattendurchgänge immer wieder ein besonderer beobachterischer Leckerbissen. Zudem wanderte der Jupitermond Europa vor die Jupiter-Scheibe. Das Schattenspiel begann bereits um 20.00 Uhr, als die Sonne noch nicht untergegangen war, somit im hellen Tageslicht. Anbei Impressionen von diesem Spiel der Jupiter Monde.

Sternfreundlicher Gruß Günther