Am 1.September 2026 entdeckte das ATLAS-Programm, das ja eigentlich nach Asteroiden suchen soll die der Erde gefährlich werden könnten, eine Supernova in der Galaxie NGC 7331 im Sternbild Pegasus. Die Supernova SN2026aaiv wurde als Supernova vom Typ Ia identifiziert. Hierbei handelt es sich um ein kataklysmisches System, bei dem ein Weißer Zwerg von seinem Begleitstern, vornehmlich ein Roter Riesenstern, soviel Materie absaugt, bis er die kritische Masse von 1,44 Sonnenmassen erreicht. Nun kommt es zu einer heftigen Nuklearreaktion, die den Weißen Zwerg zerreißen könnte. Mehrere Wochen ist die Explosion als „neuer“ Stern in der Heimatgalaxie zu sehen. Statistisch betrachtet kann man sagen, dass pro Jahrhundert 1 bis 3 Supernovae in einer Galaxie wie NGC 7331 zu erwarten sind. Aber Statistik kann im Einzelfall auch irren. So war die Supernova SN 2025rbs ebenfalls eine Supernova vom Typ Ia in der Galaxie NGC 7331. (siehe dazu https://sternfreunde-borken.de/2025/07/20/supernova-in-ngc-7331-sn2025rbs/ )
Insgesamt sah man in den letzten 70 Jahren 5 Supernovae in der Galaxie NGC 7331. NGC 7331 ist etwa 46 Millionen Lichtjahre entfernt. Am 5. September war die Supernova 14 mag hell. Ich konnte sie im Dobson (10“) nicht erkennen. Die Kamera hatte erwartungsgemäß kein Problem, die helle Supernova aufzunehmen.

Wenn sich die Supernova ähnlich entwickelt wie die SN 2025rbs, kann sich die Helligkeit noch im eine Mag steigern. Damit wäre sie im 10“ Dobson bestimmt sichtbar. Man darf gespannt die Entwicklung verfolgen.
Update 09.09.26
In einer Wolkenlücke konnte ich mit dem 10″Dobson die Supernova nun leicht erkennen. Die Helligkeit würde ich auf heller als 13 mag schätzen. Die wahre Leuchtkraft ist dann größer als 3 Milliarden Sonnen.
