
Schon Galileo Galilei sah, dass der Planet Saturn etwas Besonderes ist. „Ich beobachtete den höchsten Planeten in dreigestaltiger Form“ schrieb er im Jahr 1610 nachdem er sich vorher mit dem Planeten Jupiter beschäftigt hatte. Der Saturn war zu seiner Zeit noch der entfernteste bekannte Planet. Der Uranus und der Neptun wurden viel später entdeckt. Der Niederländer Christiaan Huygens war es, der die Ringe des Saturns im Jahr 1655, richtig beschrieb. Mit besseren Teleskopen gelangen immer bessere Ausblicke auf den Planeten mit dem schönen Ringsystem. Heute kennt jedes Kind das Erscheinungsbild des Ringplaneten. Dennoch überrascht der Anblick im Okular des Teleskops die meisten Besucher der Sternwarte. Der Ring besteht aus vielen Staub- und Eisteilchen, die wohlmöglich die Überreste eines kleinen Mondes sind, der durch die Gezeitenkräfte des Saturns zerrissen wurde. Die Masse der Saturnringe ist 2000mal kleiner als die Masse des Erdmonds. Vermutlich ist er erst 300 bis 400 Millionen Jahre alt und durchaus ein vorrübergehendes Phänomen. Aber er wird uns auch noch einige Millionen Jahre erhalten bleiben. Der Saturn ist in den nächsten Monaten gut am Abendhimmel im Sternbild Fische zu beobachten. Die Sternfreunde haben den Planeten sehr gerne in das Beobachtungsprogramm der Sternwarte aufgenommen. Die Sternwarte in Hoxfeld ist am Freitag 02.10.26 und Donnerstag am 22.10.26 ab 20:30 Uhr geöffnet.
