Hoch am Himmel findet man in diesen Nächten das Sternbild der äthiopischen Königen Kassiopeia, die zusammen mit ihrem Gatten König Cepheus und ihrer Tochter, die Andromeda die tägliche Runde um den Polarstern dreht. Das Sternbild Kassiopeia befindet sich im Band der Milchstraße und ist mit besonderem Sternreichtum gesegnet. Die hellsten Sterne zeichnen eine Figur, die einem „W“ ähnelt. Es finden sich sehr viele Sternhaufen in der Kassiopeia. Insgesamt sind 110 dieser Sternansammlungen bekannt, etwa 40 von ihnen können im Teleskop der Sternwarte gesehen werden.

Sternhaufen sind Ansammlungen von Sternen, die zumeist fast zeitgleich in einer Molekülwolke entstanden sind. Diese Eigenschaften machen Sternhaufen für die Forschung interessant, weil man dort Sterne unterschiedlicher Masse aber gleichen Alters untersuchen kann und somit wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung von Sternen gewinnt. Im Teleskop sind viele dieser Sternhaufen sehr schön. Der Sternhaufen NGC 7789 „Carolines Rose“ zum Beispiel erscheint als fast neblige Sternwolke mit unzähligen Sternen. Bis zu 15000 Sterne findet man dort. Die deutsch-britische Astronomin Caroline Herschel entdeckte ihn am 1. November 1783. Ganz anders sieht der Eulensternhaufen NGC 457 aus. Er enthält nur etwa 60 Sterne, die allerdings teils sehr hell sind. Die Form des Sternhaufens erinnert an eine sitzende Eule. Die beiden Augen sind die hellsten Sterne des Haufens. Wilhelm Herschel entdeckte den Haufen im August 1780. Ebenfalls sehr schön ist der Sternhaufen Messier 52, den Charles Messier im September 1774 fand. Etwa 600 Sterne kann man dort zählen. Auffällig hell ist ein gelblicher Stern, der etwas am Rande zu finden ist. Der Sternhaufen ist über 5000 Lichtjahre entfernt. Die Sternhaufen werden gerne bei den öffentlichen Beobachtungsabenden am 6. November und am 19.November ab 20:30 Uhr an der Josef Bresser-Sternwarte gezeigt. Die Beobachtungen finden nur an klaren Abenden statt
