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Sternwartenprogramm September 2026 : Der Hantelnebel

Der Blick durch das Okular des Teleskops zeigt ein geisterhaftes Wölkchen, das wie ein durchsichtiges Kissen im Sternenmeer schwebt.  Einige Sternchen glitzern durch die gräuliche Nebelwolke. Besucher der Sternwarte erfahren, dass sie gerade den Hantelnebel im Sternbild Füchslein betrachten.

Charles Messier entdeckte den Hantelnebel und nahm ihn als Objekt Nummer 27 in seinem Nebelkatalog auf. “ Nebel ohne Stern, man kann ihn gut mit einem einfachen Refraktor von dreieinhalb Fuß sehen. Er erscheint in ovaler Form und enthält keinen Stern“ , so schrieb Messier am 12. Juli 1764

Er ist ein typischer Vertreter der als Planetarische Nebel bezeichneten Gruppe von Himmelsobjekten. Der Hantelnebel wurde 1764 vom französischen Astronom Charles Messier entdeckt und ist auch die Erstentdeckung dieser Nebelgruppe. Den Namen prägte aber der deutsch-britische Astronom Wilhelm Herschel, der sie wegen der Kompaktheit mit Planeten verglich. Physikalisch haben die Planetarischen Nebel aber nichts mit Planeten gemein. Sie entstehen, wenn sonnenähnliche Sterne am Ende ihrer Entwicklung instabil werden und in großen Ausbrüchen ihre äußere Gas- und Staubhülle abwerfen. Das Ende dieser Phase wird mit dem Kollaps des Sterns zu einem Weißen Zwerg eingeläutet, eine rund 50 km große, ultraheiße Kugel aus Sauerstoff, Helium und Kohlenstoff. Der weiße Zwerg sendet Röntgen- und UV-Strahlung aus und regt das umgebende Gas zum Leuchten an. Die Gas- und Staubwolke ist gespickt mit verschiedenen Elementen, die der Stern in seinem Dasein erbrütet hat. Und dieses Material verteilt sich nun im Weltall mit einer Geschwindigkeit von 25 km pro Sekunde und bildet vielleicht neue Planeten.

Messier 27 in hoher Vergrößerung. Im Zentrum des Nebels findet man den Weißen Zwerg, die ultraheiße Asche eines Sonnenähnlichen Sterns. Das leuchtende Gas dehnt sich mit 25 bis 30 km/s aus und verteilt sich im interstellaren Raum. Der Nebel wird mit der Zeit immer größer und blasser.

Der faszinierende Hantelnebel steht unter anderem auf der Beobachtungsliste der Sternfreunde und kann bei den öffentlichen Beobachtungsabenden an der Josef Bresser-Sternwarte in Hoxfeld am 4. September und am 17.September ab 21 Uhr gesehen werden.  Die Beobachtung kann aber nur bei klarem Himmel stattfinden.

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Ausbruch des Komet 220P/ McNaught

Aufnahme Modifizierte DSLR + 400 mm Teleobjektiv

Der Komet 220P/McNaught umläuft die Sonne in 5,51 Jahren und gehört der Jupiterfamilie an. Robert McNaught entdeckte den periodischen Kometen im Jahr 2004 mit dem australischen Siding Spring Observatorium. Im Juni 2026 wurde ein starker Helligkeitsausbruch beobachtet. Der Komet steigerte seine Helligkeit um etwa 9 Magnituden und erschien als Fernglasobjekt mit 8,2 mag.  Die Koma des Kometen wird immer größer, aber auch immer schwächer mit der Zeit. Im August konnte ich den Kometen mit dem Teleskop beobachten.  Anfang August war er im 10“ Dobson noch leicht zu finden und sah sehr eindrucksvoll aus. Mitte des Monats war der Komet noch zu sehen,  doch war seine Helligkeit schon stark verblasst. Die Kamera konnte aber die Koma und den langen Schweif noch wunderbar nachweisen.

Aufnahme des Kometen mit einem 8″ f/3,9 Newton

Nach dem Ausbruch lässt die Helligkeit des Kometen merklich nach.
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Berichte

Impressionen von der Sofi am 12.08.26

Am 12.August fand in den Abendstunden eine bemerkenswerte Sonnenfinsternis statt . Der Totatlitätsstreifen überzog Island, den Atlantik und die iberische Halbinsel. In Borken war die Verfinsterung noch zu 88% zu beobachten. An der Sternwarte war deswegen der Andrang groß. Hier sind einige nette Impressionen von diesem schönen Sommerabend.

Etwas angefressen um 19:17 Uhr
Die Sonne im Auge , ob Teleskop oder mit Sofi-Brille
Um 19:59 Uhr
Die Technik funktioniert… Freude !!
Noch 2 Minuten ???
Warum teure Kameras, wenn das Telefon schon gute Bilder macht ?
Maximale Bedeckung um 20:07 Uhr
Camera Obscura im Haus Pröbsting
Nicht die Sonne im Blick ! Es gab auch die Venus zu sehen nach Sonnenuntergang
Viel zu tun für die Teleskope

Viele zufriedene Gesichter bei etwa 400 Besuchern der Sternwarte. Ich hoffe, dass viele den schönen Anblick der Sonne bei blauem Himmel und warmen Temperaturen genossen haben.

Einige Besucher blieben übrigens bis spät in die Nacht, um die Sternschnuppen der Perseiden zu gucken.