Der Blick durch das Okular des Teleskops zeigt ein geisterhaftes Wölkchen, das wie ein durchsichtiges Kissen im Sternenmeer schwebt. Einige Sternchen glitzern durch die gräuliche Nebelwolke. Besucher der Sternwarte erfahren, dass sie gerade den Hantelnebel im Sternbild Füchslein betrachten.

Er ist ein typischer Vertreter der als Planetarische Nebel bezeichneten Gruppe von Himmelsobjekten. Der Hantelnebel wurde 1764 vom französischen Astronom Charles Messier entdeckt und ist auch die Erstentdeckung dieser Nebelgruppe. Den Namen prägte aber der deutsch-britische Astronom Wilhelm Herschel, der sie wegen der Kompaktheit mit Planeten verglich. Physikalisch haben die Planetarischen Nebel aber nichts mit Planeten gemein. Sie entstehen, wenn sonnenähnliche Sterne am Ende ihrer Entwicklung instabil werden und in großen Ausbrüchen ihre äußere Gas- und Staubhülle abwerfen. Das Ende dieser Phase wird mit dem Kollaps des Sterns zu einem Weißen Zwerg eingeläutet, eine rund 50 km große, ultraheiße Kugel aus Sauerstoff, Helium und Kohlenstoff. Der weiße Zwerg sendet Röntgen- und UV-Strahlung aus und regt das umgebende Gas zum Leuchten an. Die Gas- und Staubwolke ist gespickt mit verschiedenen Elementen, die der Stern in seinem Dasein erbrütet hat. Und dieses Material verteilt sich nun im Weltall mit einer Geschwindigkeit von 25 km pro Sekunde und bildet vielleicht neue Planeten.

Der faszinierende Hantelnebel steht unter anderem auf der Beobachtungsliste der Sternfreunde und kann bei den öffentlichen Beobachtungsabenden an der Josef Bresser-Sternwarte in Hoxfeld am 4. September und am 17.September ab 21 Uhr gesehen werden. Die Beobachtung kann aber nur bei klarem Himmel stattfinden.
