Am Winterhimmel findet man sehr viele helle Sterne, die oftmals zur Annahme führen, dass die Nächte im Winter besonders klar sind. Sehr einprägsam sind die Sterne, die das Sternbild des Himmelsjäger Orion zeichnen. Die beiden hellsten Sterne sind der rote Stern Beteigeuze und der blaue Stern Rigel. Beide Sterne gehören zu den Riesensternen und sind 17 Mal schwerer als die Sonne. Die beiden Sterne sind deswegen einige zehntausend Mal leuchtkräftiger als unser Heimatgestirn. Auf Beteigeuze haben die Astronomen ein besonderes Augenmerk. Der rote Riesenstern wird als heißer Kandidat für eine Supernova gehandelt. Dass wir jene finale Explosion des Sterns erleben werden, ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich. Der schöne Anblick des Orions wäre jedenfalls dahin.

Sehr auffällig sind die drei Gürtelsterne des Orion, die fast auf einer Linie im gleichen Abstand voneinander stehen und dem Sternbild das besondere Aussehen verleihen. Unterhalb der Gürtelsterne befindet sich das Schwert des Orions. Im Teleskop offenbart sich das Schwert als ein großes nebelartiges Gebiet. Der Nebel im Orion ist der hellste Teil eines großen, aktiven Sternentstehungsgebiets . Im Zentrum befinden sich vier helle Sterne, die ein Trapez formen. Diese Sterne regen mit ihrer starken UV-Strahlung das umgebende Gas zum Leuchten an. Auf Fotoaufnahmen wirkt der Orionnebel spektakulär und im Teleskop bietet er einen schönen Anblick, auch wenn die Farbwahrnehmung unserer Augen sehr begrenzt ist.

Beim Betrachten des Sternbild Orion werden wir Zeuge sowohl von der Entstehung junger Sterne, die sich in den Gaswolken des Orionkomplexes bilden, als auch dem Vergehen von älteren Sternen wie Beteigeuze. Die Sternfreunde laden am 6.Februar und 19. Februar 2026 ab 20:30 Uhr zum öffentlichen Beobachtungsabend an der Sternwarte in Hoxfeld ein. Bei klarem Himmel wird das Sternwartenteleskop unter anderem auf den Orionnebel ausgerichtet..
